Zweistellig bei Admira

Nach zwei Sonntagen fußballfreie Zeit ging es für die Herren nach Ragow zum FSV Admira 2016 II. Personell fehlten Daniel, beide Davids, Mio, Danne, Lucas und Basti. Mit 14 Spielern und einigen Neuerungen in der Startelf war man für die Partie gut gewappnet.

Hannes begann als Verteidiger, Döner startete mit Patty als Außenspieler und Padde bildete die Spitze. Soweit ich mich erinnere, sind wir bisher noch nie in dieser Aufstellung in die Partie gegangen. Viel neues also und natürlich gab es noch eine sehr wichtige Änderung zu erwähnen. Es gab einen neuen Kapitän bei der SG auf dem Feld. Günni gab die Binde an Cube, der sein letzten Spiel für die Herren der SG bestreiten wollte. Was das für die nächste Spielzeit bedeutet, werden wir in der neuen Saison sehen – u.a. auch, ob er bei akutem Personalmangel seine Einsatzzahlen noch einmal in die Höhe schrauben wird. Unser mit 16 vollständigen Spielzeiten „dienstältester“ Herrenspieler hängt die Töppen zumindest erst einmal offiziell an den Nagel. Danke für Alles, Cube!

Für Admira sollte es noch richtig um was gehen: den Erhalt der Klasse, für den man zwingend punkten muss. Die SG sollte nach der Partie in Eichwalde gewarnt sein. Nachdem der Sommer für heute eine kleine Pause eingelegt und unser Kapitän standesgemäß die Seitenwahl verloren hat, ging es aus Sicht der Glienicker gleich gut los. Nach nur zwei Minuten kam Padde frei vor dem Tor zum Abschluss, der Torwart konnte allerdings noch abwehren. Reaktionsschnell setzte er nach und köpfte aus spitzem Winkel die Kugel noch ins Tor zum 0:1 für unsere Jungs. Der Einstand nach Maß sollte nun eine breite Brust garantieren und so spielte man auch, wirkte meist einen Schritt schneller als der Gegner. Trotzdem wirkten nicht alle Aktionen sicher und so ging im Spielaufbau der Ball an der Mittellinie auch mal verloren. Gedankenschnell spielte Admira in der achten Minute steil, wo sich der schnelle und bullige Jeremie Loyom durchsetzen konnte und das 1:1 markierte. Kurz danach (oder sogar kurz davor?!?) gab es dann eine ähnlich Fehlerkette, wo der Ball gleich 3 Glienickern durch die Hosenträger rutschte und der Ball über außen in den fast freien Strafraum gelangte. Diesmal scheiterte Loyom an Backe, der den Abschluss aus spitzem Winkel stark abwehrte – leider vor die Füße eines zum Einschuss bereiten Stürmers von Admira, der den Ball nicht im Netz unterbringen konnte.

Trotz der Schreckmomente dominierten wir die Partie und kamen besonders über außen gegen die 3er Defensivreihe der Gegner zu Gelegenheiten. In der 18. Minute knipste erneut Padde zur 2:1 Führung. Nur drei Minuten später kam der Ball von links in den Strafraum, Döner nahm die Kugel runter, stellte den Körper mustergültig zwischen Spielgerät und Gegner und hielt aus ca. 12m Volley mit links drauf. Der Doppelschlag zum 3:1 war nach 21 Minuten perfekt. Im Anschluss spielte nur noch die SG und kam gegen überfordert wirkende Gastgeber zu sehr vielen Möglichkeiten, die souverän vergeben wurden. In der 35. Minute gab es einen Schockmoment auf dem Platz als ein Spieler von Admira nach einem Duell liegen blieb. Ohne Fremdeinwirkung schien der gerade erst genesene Spieler sich eine Knieverletzung zugezogen zu haben. An der Stelle wünschen wir gute Besserung und hoffen, dass es sich nicht so schlimm heraus stellt, wie es zunächst aussah. Nach einer längeren Behandlungspause ging es weiter und den Zuschauern bot sich das gewohnte Bild. Glienick schaltete und waltete nach Belieben, gut aufgelegte Günni und Robin als souveräne Taktgeber natürlich allen voran. In der sechsten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhärtete sich der Eindruck, dass sich der Chancenwucher der vergangenen Minuten doch nicht rächen würde. Nach einer hohen Hereingabe kickte Nico Dochan beim Klärungsversuch die Murmel sehenswert in die eigene Kiste. Mit einem auch in der Höhe verdienten 1:4 ging es in die Pause.

Nachdem unsere Schwestern Benny und Gurke mit der Behandlung von Max‘ Hand einen Wechsel verhindern konnten, ging es ohne personelle Veränderungen weiter. Der Gastgeber schickte sich nun an aggressiver und selbstbewusster zu spielen, Admira kam besser aus der Halbzeit und hielt uns längere Zeit vor dem eigenen Tor weg bzw. zeitweise auch in der eigenen Hälfte. In der 53. Minute kam es dann zum positionsgetreuen Dreifachwechsel: Hannes machte Platz für Bonny und Gurke kam für Padde, dem damit der Dreierpack vergönnt war. Weiterhin sollte es auch für unseren heutigen Kapitän Cube reichen, im Alter muss man anscheinend nicht mehr so lange spielen 😉 Die Spieler bedankten sich und nach einigen Verabschiedungen durfte Benny aufs Feld. Die Kapitänsbinde erhielt Torwart Backe, der ebenfalls nach der Saison aufhören und nächste Woche seine letzte Partie bestreiten wird.

Die Wechsel fügten sich im Prinzip nahtlos ins Spielgeschehen ein, Glienick bemühte sich das Spiel wieder mehr in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Einen Einstand nach Maß hatte Bonny, als er nach kurzer Kombination mit Günni seine Kernkompetenz unter Beweis stellte und aus größerer Entfernung die linke Klebe raus holte. Der gegnerische Torwart bekam zwar noch die Finger dran, konnte den Einschlag von Bonnys Pfund ins lange linke Eck nicht verhindern. Zu dem Zeitpunkt waren gerade einmal 56 Minuten gespielt und nun ging es Schlag auf Schlag: In der 59. Minute erlief Günni halblinks im Strafraum einen Pass, umkurvte den Torwart und markierte mit dem Außenrist das 1:6. Eine Minuten später bekam Gurke den Ball zentral an der Strafraumgrenze und erzielte mit einem satten Abschluss das 1:7. Ab da kamen die Glienicker zwar trotzdem noch zu der ein oder anderen Gelegenheit, Zählbares kam in dem etwas verflachten Spiel nicht heraus. Auch Admira traute sich mehr und war wieder öfter in der Hälfte der Gäste anzutreffen. Nach 76 Minuten und der zweiten Ecke in Folge schien die Situation im Glienicker Strafraum fast geklärt, als der Ball plötzlich von außen flach ins Zentrum gespielt wurde, wo Benjamin Stein das 2:7 erzielte. Nur eine Minute später eroberte Günni in der gegnerischen Hälfte den Ball und holte unsererseits eine Ecke raus. Bei der Hereingabe stieg Döner am Höchsten und schnürte seinen Doppelpack zum 2:8. In der 80. und 82. Minute fanden wir jeweils eine Lücke und Patty bekam die Kugel steil halblinks in den Lauf serviert. Der Torjäger ließ sich nicht lange Bitte und markierte mit den fast baugleichen Treffern ins jeweils lange Ecke das 2:9 und 2:10. Nur eine Minute später schloss Günni eine Aktion mit einem Schuss aus ca. 8m aus halbrechter Position flach ins lange Eck zum 1:11 ab. In der 88. Minute gab es noch eine Nummer aus dem Kuriositätenkabinett. Günni wurde mit einem eigenen Einwurf Höhe der Mittellinie quasi abgeworfen und so konnte Admira noch einmal aufs Tor zu laufen. Nach Gerangel und einem Treffer am Fuß konnte der Angreifer an der Strafraumgrenze gerade noch gestoppt werden, allerdings nicht mit fairen Mitteln. Einige Glienicker reklamierten, dass das Foul außerhalb des Strafraums stattfand, der Schiri entschied dennoch auf Elfmeter. So bekam Neukapitän Backe noch die Chance sich erneut auszuzeichnen. Kitschig wie es sich für die heutige Partie gehört, parierte er den ins linke Ecke gut platzierten Ball souverän und sicherte im Nachfassen das Ergebnis.

Unter dem Strich zeigten unsere Jungs eine ansprechende Leistung gegen einen Gegner, der sich schwer Tat und uns heute nicht auf Augenhöhe begegnete. Man sah den Jungs allerdings an, dass man richtig Bock hat die letzten beiden Spiele zu gewinnen und Freude am Fußball hat.

Für Admira bedeutet die Niederlage, dass der Gang in die zweite Kreisklasse bevor steht. Auf Grund des deutlich schlechteren Torverhältnisses würde auch ein Kantersieg im letzten Spiel vermutlich nicht den Sprung auf den Nichtabstiegsplatz bedeuten. Für unsere Glienicker steht unabhängig vom Ausgang der kommenden Partie ein siebter Tabellenplatz zu Buche. Trotzdem will man Torwart Kyselka mit einem Heimsieg gegen Märkisch Buchholz einen würdigen Abschluss zu bereiten. Zusätzlich gibt es noch eine offene Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen.

Für Cube hätte vielleicht noch ein eigenes Tor gefehlt, dennoch ist der Ausstand mit einem 2:11 nicht das schlechteste Ergebnis, wenn man den Hut nimmt. Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Zuschauer bei ansprechendem Wetter den Saisonabschluss begehen werden. …und danke, dass ihr dran bleibt 🙂

Ein Debütant als Sieggarant

Zu ungewohnter Zeit ging es für unsere Herren nach Waltersdorf für die nächsten 3 Punkte gegen Eichwalde. Um 13Uhr ging es diesmal los. Mit Cube, Max, Daniel, Lucas und Danne musste man erneut auf einige Jungs verzichten. Im Tor machte Backe diesmal Platz für Neuzugang David Schwurack, der bereits einige Zeit fleißig mit trainierte und sein Debüt feiern durfte. Im Hinspiel waren die Fronten mit einem Halbzeitstand von 4:0 und einem Endergebnis von 5:0 früh klar. Die Hoffnungen der Glienicker für die heutige Partie waren ähnlich, die Favoritenrolle gegen den Aufsteiger lag bei der SG.

Der Beginn des Spiels stellte die Vorzeichen direkt auf den Kopf. Unsere Jungs waren ungewohnt unkonzentriert und ließen die Gastgeber schalten und walten. Es wirkte als sei man nicht bei 100% und der Gegner immer einen Schritt schneller. In den ersten Minuten ging für die Gäste wenig nach vorn. Eichwalde trat hingegen sehr engagiert auf und kam gleich mehrmals gefährlich vor das Tor von Debütant David. Erst wurde ein gefährlicher Schuss stark entschärft, dann ging er im eins gegen eins als Sieger gegen den frei vor dem Tor auftauchenden Stürmer hervor. In der 13. Minute passierte, was sich zuvor schon angebahnt hatte: Sascha Braungart markierte mit einem guten Abschluss das 1:0 für Eichwalde. Glienick agierte daraufhin etwas wacher, wirkte aber nie sattelfest und leistete sich viele Ungenauigkeiten. Die beste Aktion bis Mitte der ersten Hälfte auf Glienicker Seite war ein starker Pass in die Tiefe von Padde auf Patty. Seinen Heber aus kurzer halbrechter Distanz konnte der Keeper im direkten Duell noch entschärfen. Meist ging das Spiel in Richtung Glienicker Tor und man hatte das Gefühl es konnte immer gefährlich werden. Nach etwas mehr als einer halben Stunde ging zum Beispiel ein Freistoß nur knapp über die Kiste, wenige Minuten danach vernaschte ein Spieler der Gastgeber im Strafraum die Glienicker Abwehr und schloss mustergültig in Richtung kurzes Eck ab. Der hervorragend aufgelegte David war zum Glück rechtzeitig unten und hielt sein Team somit im Spiel. Ca. 10 Minuten vor der Pause, legten unsere Jungs einen Zahn zu und wurden präsenter. In der 40. Minute passierte, was Torwart Backe auf der Bank schon ankündigte: Nach einer abgewehrten Ecke flankte Padde auf den zweiten Pfosten, wo Döner zum Kopfball einflog und zum Ausgleich traf. Nur drei Minuten später gab es einen Freistoß aus fast 30m. Bonny stellte sein gut Schusstechnik unter Beweis und hielt einfach mal drauf. Die Kugel schlug im unteren linken Eck zum äußerst schmeichelhaften 1:2 im Netz ein. Das Spiel war gedreht und so gingen wir mit einer Führung in die Pause.

Robin musste leider verletzt raus und Babba kam in die Partie. Es gab Bemühungen um mehr Struktur und die Gäste wirkten nun motivierter. Trotzdem gab es zwei Minuten nach Wiederanpfiff erneut einen Fehler im Spielaufbau. Über die rechte Seite drang Eichwalde in den Glienicker Strafraum ein und Fabian Kaczmarczyck schloss unhaltbar ins lange Eck zum Ausgleich ab. Nach 55 Minuten konnte auch David Schulz, der auf der linken Verteidigerposition gestartet war, verletzungsbedingt nicht mehr weiter machen. Für ihn kam Mio positionsgetreu rein. Unsere SG machte in Halbzeit zwei nur einen leicht verbesserten Eindruck und so tat man sich im Spielaufbau und auch in der Defensive schwer. Offensiv gab es teilweise bessere Situation, das finale Zuspiel war meist zu ungenau. In der 61. Minute zeigte man allerdings, dass man eine erfahrene Mannschaft ist und spielte nach ruhendem Ball schnell nach links auf Patty. Dieser reagierte sofort und spielte den Ball nach wenigen Schritten aus dem Halbfeld direkt vors Tor. Schlitzohr Padde lief goldrichtig ein, kam vor dem heraus eilenden Torwart an den Ball und netzte zur erneuten Führung ein. Eichwalde gab sich damit natürlich nicht geschlagen und drängte auf den erneuten Ausgleich. Unsere Jungs bekamen vorn dadurch teilweise mehr Platz, der nur selten genutzt wurde. Klare Abschlüsse wurden auf beiden Seiten weniger, vorallem weil bei beiden Teams Genauigkeit fehlte und in den entscheidenden Momenten meist noch jemand stören konnte. In der 80. Minute wurde Gurke für Bonny eingewechselt, hektisch blieb es aber trotzdem. Zu oft machten sich die Gäste das Leben selbst unnötig schwer. Mit einer guten Portion Glück, einer hervorragenden Torwartleistung und Padde als Matchwinner verließen wir den Platz als Sieger.

Nachdem wir in der Hinrunde besonders auswärts viele Punkte liegen ließen, ist die positive Erkenntnis, dass ein Sieg auch mit weniger guter Leistung möglich ist. Selbstverständlich muss in den kommenden Spielen gegen Gegner, wo man auf dem Papier der Favorit wäre, konzentrierter zu Werke gegangen werden. Eine klare Führung für Eichwalde wäre zur Halbzeit nicht unverdient gewesen, weil es im Glienicker Spiel an Lauf- und Einsatzbereitschaft zu mangeln schien. Zum Glück reicht manchmal auch ein Tick mehr Cleverness in den entscheidenden Situationen gepaart mit hervorragenden Einzelleistungen für einen Sieg.

In den nächsten beiden Wochen wird es keine Pflichtspiele der Herrenmannschaft geben. Erst am 16.06. geht es um 15Uhr zu Admira II. Am kommenden Donnerstag findet ein Himmelfahrtsturnier in Glienick statt, bei der auch einige Akteure der Herren gegen den Ball treten werden. Die SG lädt zu diesem Fest alle Interessierten herzlich ein. Wir wünschen allen angeschlagenen Spielern gute Besserung und schon einmal ein frohes Pfingstfest.

Wiedergutmachung gelungen

Nachdem man letzte Woche in Großziethen fast teilnahmslos ein 9:2 über sich ergehen ließ, wollten die Herren unserer SG die Schmach bei sommerlichen Temperaturen zu Hause gegen Großbeeren ein Stück weit reparieren. Während der Coach im Männerurlaub bei lauwarmen Getränken entspannte, musste man auch noch auf Mio, Max, Döner, Cube und Hannes verzichten. Wie bereits in der letzten Woche bedeutete dies einige Umstellungen auf zentralen Positionen. Erfreulich war, dass Basti nach längerer Abwesenheit wieder einmal die Fußballschuhe schnürte.

Beide Mannschaften befinden sich aktuell im Niemandsland der Tabelle, ein Freizeitkick sollte es zumindest aus Glienicker Sicht trotzdem nicht werden. Gut strukturiert manövrierten wir den Ball von Beginn an durch die Reihen und setzten die Gäste gleich unter Druck. Nach neun Minuten mit guten Ansätzen und Versuchen, ermöglichte ein Lauf von Lucas auf die andere Seite einen Steilpass von Patty. Im Strafraum nahm Lucas den Ball an und schoss ihn aus halbrechter Position trocken ins lange Eck zum 1:0. Bereits sieben Minuten später, erwischte man nach einem schnell ausgeführtem Freistoß hinter der Mittellinie die Großbeerener Hintermannschaft etwas schläfrig und so kam Patty außen hinter die Abwehr und spielte den Ball vors Tor. Dort bewies Lucas erneut seinen Torriecher und markierte in der 16. Minute das 2:0. Glienick dominierte die Partie, nahm Mitte der ersten Halbzeit allerdings ein wenig den Fuß vom Gas. Großbeeren wurde mutiger, war im eigenen Spiel allerdings häufig zu ungenau, um gefährlich vors Glienicker Gehäuse zu kommen. Nach einem Eckstoß in der 34. Minute kam Robin am zweiten Pfosten zum Kopfball und nickte die Kugel sehenswert ins lange Eck. Fortan machte das Heimteam wieder mehr und spielte druckvoller. Kurz vor der Halbzeit gab es für Danne, der in der Startelf als linker Verteidiger eine klasse Partie abwickelte, einen Wermutstropfen. Er musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam David positionsgetreu ins Spiel. Fast mit dem Halbzeitpfiff war Robin durchgelaufen und tauchte zehn Meter nach einer Hereingabe aus dem Halbfeld frei vor dem Tor auf. Sein Kopfball landete erneut zum 4:0 in der Kiste, der Pausenstand war markiert.

Die Dominanz konnte in Halbzeit zwei vorerst beibehalten werden, Glienick wirkte meist einen Gedanken und somit einen Schritt schneller und bestimmte das Geschehen. Möglichkeiten gab es in der Folge einige: die größte hatte Daniel, der nach gutem Zuspiel halbrechts in den Strafraum eindrang, aber der gegnerische Keeper noch abwehren konnte. Zehn Minuten war in Halbzeit zwei gespielt als der gut aufgelegte Patty sich auch selbst in die Torschützenliste eintragen konnte. Lucas legte den Ball in einer Überzahlsituation ab und Patty lupfte ihn sehenswert aus einigen Metern über den Torwart zum 5:0 ins Netz. Drei Minuten später verließ Lucas das Feld und machte Platz für Bonny. Zuvor hätten die Glienicker das Ergebnis erneut nach flacher Hereingabe von David in die Höhe schrauben können. Den guten Abschluss von Patty aus sechs Metern brachte der vermutlich beste Großbeerener am heutigen Sonntag noch irgendwie über die Latte. Von Gästen war insgesamt nur wenig zu sehen und so hatte Backe kaum Gelegenheit sich auszuzeichnen. Einmal wurde es knapp als er dem heran eilenden Gegner den Ball vor dem Fuß weg schnappte und ein zweites Mal wurde es nach einer Ecke gefährlich. Die Spannung war bei Standards etwas weg und so konnte ein Spieler der Gäste den Ball an der 5er Kante am hinteren Pfosten sogar kurz herunter nehmen, seinen Abschluss allerdings nicht aufs Tor bringen. Die SG hatte hingegen weitere Möglichkeiten, wo teilweise der finale Pass nicht gelang oder die Chance einfach nicht genutzt wurde. Beispiele gefällig? Daniel kam nach gutem Angriff über die rechte Seite hinter die Abwehr und legte den Ball in den Strafraum, wo alle knapp verpassten. Auch Yannik wurde von Daniel sehr gut in Szene gesetzt und schoss allein vor dem Tor den heran eilenden Keeper an. Der Vollständigkeit halber sei noch zu erwähnen, dass der dritte Wechsel auf Glienicker Seite in der 71. Minute vollzogen wurde. Gurke kam für Padde in die Partie.

Am Spielstand änderte sich nichts mehr und so ging das Ergebnis letztendlich auch in der Höhe in Ordnung. Struktur, Einsatz und Genauigkeiten stimmten im Glienicker Spiel, eventuell hätte man noch ein oder zwei Treffer mehr erzielen können – das wäre allerdings auf hohem Niveau gejammert. Auch muss beim Fazit berücksichtigt werden, dass Großbeeren personell geschwächte wirkte und man den Eindruck hatte, dass ihnen heute der Biss fehlte. Die Leistung unserer Jungs soll das nicht schmälern und so bedanken wir uns bei allen, die unseren Fußballplatz dem Strand vorgezogen haben. Weiterhin wünschen wir allen Verletzten gute Genesung. Das nächste Spiel unserer Jungs findet am kommenden Wahlsonntag um 13Uhr in Eichwalde statt bevor es dann in eine verlängerte Pfingstpause geht.

Punkteteilung im Derby

Der Tabellenführer aus Zossen gastierte in Glienick und zahlreiche Zuschauer wohnten dem Revierderby bei. Unsere Jungs wollten dem rivalisierten Aufstiegskandidaten ein Bein stellen und die Punkte daheim behalten, schließlich wollte man sich für die Niederlage im Hinspiel revanchieren. Für Coach Backe war es eine ungewohnte Situation, denn es waren diesmal alle Spieler an Bord. Als kleine Besonderheit überlegte sich unsere Bambini-Mannschaft als kleine Zusatzmotivation, dass sie diesmal zusammen mit den Großen aufs Feld liefen. Die Geste war ein tolles Zeichen an unsere Jungs und auch die Kleinen hatten Spaß.

Zu Beginn der Partie war ein eher vorsichtiges Abtasten und viel Ballgeschiebe zu beobachten. Die Gäste wollten das Zepter in die Hand nehmen und sich die SG zurecht legen. Unsere Jungs hielten dagegen, allerdings wurden beide Mannschaften nicht zwingend. Die Partie fand hauptsächlich zwischen den 16ern statt mit Vorteilen für Zossen. Die beste Chance in Halbzeit eins hatte Dave Ausner für den MSV als er nach einem Eckball frei vor dem Tor zum Kopfball kam, diese allerdings am Tor vorbei setzte. Auf beiden Seiten gab es gute Abschlüsse aus der zweiten Reihe, so richtig gefährlich wurde es nicht und so ging es torlos in die Halbzeit.

Für den zweiten Teil des Spiels erhofften sich viele mehr Risikobereitschaft der Teams. Schließlich war es besonders für die Gäste wichtig einen Dreier einzufahren. Leider wurden die Erwartungen vorerst nicht erfüllt. Die Partie war fortan geprägt von Unterbrechungen wie z.B. um die 50. Minute als Pascal Knop einen Ball mit Höchstgeschwindigkeit an den Kopf bekam und erst einmal liegen blieb. Die Auswechslung folge korrekter Weise prompt. In der 60. Minute wechselte Backe Max für den angeschlagenen Benny ein. Kurz zuvor stieß dieser nach einem Standard mit Yannik zusammen, der wenige Minuten ebenfalls nicht mehr weiter machen konnte. Robin ersetzte ihn und nun versuchten wir uns erst einmal zu sortieren. Aber auch Zossen machte Fehler und so kam Patty bei einer missglückten Aktion auf Zossener Seite vor dem Strafraum in Ballbesitz. Bei der größten Gelegenheit des Spiels blieb der gegnerische Torwart Sieger und parierte den ins kurze Eck gezogenen Linksschuss aus wenigen Metern ins Toraus. Angriffe vom MSV wurden häufig früh unterbunden oder meist durch Max, der in der Abwehr für Yannik ein sprang, entschärft. Es gab viele Standards aus den Halbfeldern für Zossen, Abschlüsse entstanden dadurch nicht bzw. wurden es nicht zwingend gefährlich. Die größeren Chancen hatte eher Glienick. In Person war es Döner, der nach einem Standard den Ball von Robin per Kopf im Zentrum serviert bekam. Aus wenigen Metern gelang es ihm beim Kopfball nicht genügen Druck hinter den Ball zu bekommen und so ging die Kugel übers Gestänge. Auch Daniel fasste sich noch einmal ein Herz, dribbelte kurz an und schloss sehenswert aus ca. 20 Metern ab. Der Ball verfehlte den Winkel knapp. Die für das Glienicker Tor gefährlichste Aktion war eine Hereingabe von Justin Schulz, die wie ein Schuss in Richtung Tor flog und um ein Haar im kurzen Eck eingeschlagen hätte. Torwart Backe kam gerade noch so hin und blieb Sieger im Familienduell. In der 76. Minute mache Patty platz für Lucas, der nach längerer Verletzungspause wieder mitmachen konnte. Zählbares kam in den letzten Minuten nicht mehr zu Stande und so trennte man sich leistungsgerecht mit 0:0.

Spielerisch war von beiden Teams vermutlich mehr zu erwarten und man blieb vieles schuldig. Es war zu spüren, dass niemand die Partie verlieren wollte und so fehlte es teilweise an Risiko. Die umkämpfte Partie war nicht unbedingt ein Leckerbissen für die Zuschauer und lebte hauptsächlich von Zweikämpfen und Spannung. Der letzte Punch fehlte und so ist man sich in beiden Lagern nicht so ganz sicher, ob man nun einen Punkt gewonnen oder zwei verloren hat.

In der nächsten Woche starten wir 30 Minuten später als üblich in Großziethen. Bis dahin wünschen wir allen verletzten und angeschlagenen Spielern beide Mannschaften gute Genesung. Herzlichen Dank auch an unsere Gäste und Zuschauer, die der Partie vor Ort beiwohnten.

Ein Punkt bleibt zu Hause

vor dem dritten Heimspiel in Folge für unsere Glienicker Herren konnten gegen den Tabellenzweiten aus Wildau die Vorzeichen unterschiedlicher nicht sein. Wir gingen in der Vorwoche gegen Deutsch Wusterhausen ergebnis-technisch unter und Wildau schlug Dahlewitz mit 10:1. Immerhin hatte sich die personelle Situation im Glienicker Lager noch einmal verbessert, weil man lediglich auf Robin, Daniel, Lucas, Basti und Hannes verzichten musste.

Die Devise für das Spiel war relativ klar, da die sehr junge Wildauer Mannschaft und ihre Spielstärke beim Heimteam nicht unbekannt sind: Gute Struktur und Defensivarbeit standen im Vordergrund. Wie erwartet, bewegte sich Wildau und wechselte in den Positionen sehr stark, so dass besonders aus dem Mittelfeld immer wieder Wege in die Spitze gemacht wurden. Für Glienick bedeutete das viel Kommunikation und eine hohe Disziplin. Nachdem man die Anfangsphase gut über die Bühne brachte und sicher stand, versuchte man auch offensiv etwas zu gestalten. Mit mäßigem Erfolg, sehr oft landete der Ball sehr schnell beim Gegner. Abschlüsse der Gäste kamen meist aus der zweiten Reihe, die das Tor meist verfehlten. Einmal ging es dann sehr schnell und Wildau kam über die Außenbahn durch. Willi Neumann machte eigentlich alles richtig bei seinem Abschluss aus halblinker Position im Strafraum, aber Backe fuhr den Fuß aus und parierte erstklassig. Vieles, was in der Vorwoche nicht gelang, kriegten unsere Jungs heute auf den Platz, wenn auch nicht immer effizient. Einige Pässe in die Spitze auf Patty waren meist zu lang oder ungenau, so dass es eigentlich kaum zu gefährlichen Aktionen der Heimmannschaft kam – und wenn, dann befand man sich knapp im Abseits. Bis zur Halbzeit blieb das Bild unverändert. Wildau wurde statischer im Spiel und versuchte es über Standards und Fernschüsse – ob nun Benny mit der Schulter oder Cube mit dem Gesicht: Es kam immer ein Glienicker irgendwie dazwischen, so dass es mit 0:0 in die Halbzeit ging. Im Profifußball hätte Cube, nachdem er den Freistoß mit dem Gesicht abwehrte, vielleicht noch Werbeeinnahmen vom Hersteller des Spielgeräts ermöglichen können, er biss aber auf die Zähne und spielte weiter.

In der Halbzeit musste Benny, der sich bei einem Zusammenprall verletzte, raus und wurde durch Padde ersetzt. Nach der Halbzeit wurde Glienicker etwas mutig, Wildau agierte vorerst aber auch wieder druckvoller. Es gab für die Wildauer z.B. nach einer Hereingabe, die knapp verpasst wurde, oder einem langen Ball über außen in kurzer Abfolge gleich mehrere gute Chancen – genutzt wurde vorerst keine. Die Zuschauer sahen weitestgehend das Bild der ersten Halbzeit mit einem etwas risikobereiterem Heimteam, das nun offensiv präziser und präsenter wurde. Die größte Gelegenheit hatte Patty nach tollem Pass in die Tiefe. Er tauchte allein in zentraler Position vor dem Torwart auf, konnte den Abschluss allerdings nicht im Tor unterbringen. In der 64. Minute wurde den Gästen an der Strafraumgrenze ein Freistoß zugesprochen. Neumann ließ sich nicht lange bitten und verwandelte diesen über die Mauer ins Eck. Der gut aufgelegte Backe blieb ohne Chance. Direkt nach dem Treffer ging Max vom Feld, der sich bereits früh im Spiel verletzte und sich bis zu 65. Minute durchbiss. Danne kam für ihn in die Partie und die SG musste irgendwie klare Situationen vorn schaffen. Durch etwas mehr Offensive eröffneten sich erst einmal einige Konter für Wildau und es drohte immer wieder gefährlich zu werden. Das 0:2 fiel nicht und unsere Jungs setzten kleinere Nadelstiche, kamen aber nicht gefährlich genug in den Strafraum der Gäste. Mit die größte Chance der Partie hatte Babba. Bei einem hohen Ball, der an der 16er Grenze landete, setzte sich Döner gegen zwei Gegenspieler durch und köpfte zum freien Babba. Dieser nahm den Ball an und machte gar nicht so viel falsch, der Spannstoß aus ca. 8m ging knapp über das Tor. In der 82. Minute kam Glienick erneut gefährlich in den Strafraum und erneut kam Döner nach flachem Pass an die Kugel. Diesmal war er allerdings schon frei vor dem Tor und schob souverän zum umjubelten Ausgleich ein. Mit dem 1:1 kurz vor Schluss waren sich unsere Jungs nicht so ganz sicher, ob man das Momentum nutzen und auf den Sieg gehen sollte oder mit dem Unentschieden zufrieden sein sollte. Letztendlich war es nicht mehr wichtig, da es keine nennenswerten Aktionen zu verzeichnen gab, und es beim Remis blieb.

Die gute Struktur und hohe Bereitschaft im Glienicker Spiel erzwangen letztendlich den Punkt und nach zwei Niederlagen in heimischer Spielstätte kann man damit gut leben. Nach Ostern geht es nach Ruhlsdorf, wo man zuletzt ebenfalls nicht gewinnen konnte, und deshalb etwas gut machen möchte.

Wir wünschen bis dahin allen Verletzten gute Besserung und Erholung sowie schöne Ostern.

Nicht ganz auf der Höhe

ist die wohl alles umfassende Beschreibung der heutigen Partie unserer Herren gegen Deutsch Wusterhausen. Gegen die vor dem Spiel punktgleichen Gäste hatte man in der Hinrunde das Heimrecht getauscht und durfte nun zu Hause ran. Personell sah es leider sehr dünn aus: Neben den fehlenden Daniel, Döner, Lucas, Mio, Bonny, Basti und Hannes schickte Trainer Backe auch noch mit Robin, Patty und Babba gleich drei Bazillenschleudern angeschlagen zu Beginn aufs Feld. Der ebenfalls angeschlagene Max nahm vorerst auf der Bank platz. Zusätzlich wurde mit Ratte ein alter Haudegen kurzfristig reaktiviert – danke für deinen Einsatz und deine Bereitschaft! Weiterhin gab es Unterstützung durch Patte, eigentlich Patrick Parschat, der normalerweise am Sonntag Vormittag bei den Glienicker Freizeitkickern die Schuhe schnürt und kürzlich ein wenig Lunte für mehr Wettbewerb gerochen hat. Schwierige Voraussetzungen also und dazu noch bei bestem Wetter ein schwerer Gegner.

Beide Teams gingen die Partie eher vorsichtig an und schauten erst einmal was der andere anbietet. DWH war aktiver, auf Glienicker Seite fehlte es zu Beginn an Anspielmöglichkeiten und Ideen. So sahen die Zuschauer erst einmal viele lange Bälle und eine überschaubare Torgefahr beider Mannschaften. Die Gäste spielten erwartet robust, unsere Jungs wirkten nicht frisch und es war zu merken, dass einiges durcheinander gewürfelt und wenig einstudiert war. Neben einigen eher harmlosen Fernschüssen und einem Abschluss von Patty aus guter halbrechter Position im Strafraum, der das Tor weit verfehlte, dauerte es 19 Minuten bis etwas mehr passierte. Im Strafraum der Glienicker gab es einen Pressschlag, bei dem Tobias Weiland das bessere Ende für sich hatte und frei vor Keeper Backe nur noch einschieben musste. Glienick kassierte in der Folge sehr viele Standards und vorallem Ecken, die nicht gerade erzwungen wurden. Für den heutigen Tag bezeichnend stieg Steven Thom in der 27. Minute nach einer solchen gegen gleich drei Glienicker am höchsten und köpfte aus ca. 4m ein. Unser Torwart kam in dem Getümmel kaum in die Nähe des Balls und konnte den Treffer nicht verhindern. Kurze Zeit später steckte DWH einen Ball durch, so dass ein Spieler aus stark abseitsverdächtiger Position allein auf den Keeper zulief. Backe parierte stark und hielt die Heimmannschaft vorerst im Spiel. Unsere Jungs bemühten sich mehr, zogen gegen die gut geordnete Defensive der Gäste meist der Kürzeren und spielte häufig zu kompliziert. Deutsch Wusterhausen war aggressiver und konnte die SGG recht einfach vom Tor weghalten. Mit 0:2 ging es in die Halbzeit, die Backe gleich für einen Doppelwechsel nutzte. Patte durfte für Gurke sein Debüt feiern und Max kam für Oldie Ratte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte war der Wille das Spiel drehen zu wollen zu spüren, alles wirkte etwas zielstrebiger. Patte probierte es selbstbewusst mit einigen Abschlüssen außerhalb des Strafraums und es kam mehr Bewegung ins Glienicker Spiel. Dumm nur, dass man bereits in der 52. Minute nach einem Missverständnis den Ball verlor. Nach scheinbarer Rückeroberung des Balls versuchten wir den Ball zurück zu passen und legten die Kugel direkt in den Lauf von Dominik Engelage. Dieser schloss trocken kurz hinter der Strafraumgrenze zum 0:3 ab. Fünf Minuten später kam Andreas Günther nach einem Eckball komplett frei an den Ball und köpfte flach in die Ecke. Passend zum Nachmittag gelang es am kurzen Pfosten nicht den Ball zu klären, so dass er auch noch von Babbas Standbein ins Tor trudelte. Auch den Ehrentreffer durch Babba, nachdem Günni stark aus dem Zentrum von der 16er-Kante durchsteckte, wurde vom Schiedsrichter, auf Grund einer vermutlich nicht final aufzulösenden Abseitsposition, nicht anerkannt.

Deutsch Wusterhausen hielt unsere SG gut in Schach, verwaltete weiterhin das Ergebnis und lauerte auf Konter. Der nach langer Zeit wieder spielbereite David kam in der 68. Minute für Babba. In Minute 78 kam DWH erneut gefährlich in den Strafraum und Backe musste eingreifen. Beim Versuch den Ball zu erobern holte er die Offensivkraft in grün von den Beinen und so verwandelte Dominik Engelage den fälligen Strafstoß zum 0:5. Wenige Minuten später gab es erneut einen berechtigten Strafstoß, der von den Gästen zum Glück in die Glienicker Botanik befördert wurde. Ergebniskorrektur erfolgte in der 85. Minute durch Patty, der nach starken Pass in die Schnittstelle aus halblinker Position den Ball in den Winkel schlenzte.

Mit 1:5 gingen die Teams letztendlich auseinander. Für unsere Jungs ist die Gesamtsituation recht bitter, da eigentlich etwas zu holen gewesen wäre, aber viele Unkonzentriertheiten und fehlende Konsequenz den Unterschied machten. Wir waren halt nicht auf der Höhe… Auffällig ist, dass sämtliche Torchancen beider Teams auch zu Treffern führten, was in der Kreisklasse nicht immer selbstverständlich ist.

In der kommende Woche hoffen wir auf einige Rückkehrer, zumal auch aus der heutigen Partie Blessuren resultierten. Dann geht es gegen ein spielstarkes Wildau II – im Hinspiel erkämpfte man sich in allerletzter Sekunde noch drei Punkte. Mal schauen, ob wir das zu Hause wiederholen können.

Zum Stichwort „Blessuren“ wünschen wir sowohl gute Besserung an unsere Jungs als auch an „Päpe“, dem Keeper von DWH, der kurz nach Wiederanpfiff ordentlich mit Padde zusammen gerasselt ist und einige Minuten behandelt wurde. Er biss zwar auf die Zähne und spielte noch durch, das Bein sah aber nicht ganz so gesund aus.

Danke an alle Zuschauern, die uns heute unterstützt haben!

Kantersieg in der Festung

Am vorletzten Spieltag der Hinrunde in der ersten Kreisklasse war die Zweite von Admira im Sport- und Freizeitzentrum Willi Lau zu Gast. Wie die Spielweise des Gegners aussehen wird, war im Vorfeld nicht wirklich abzuschätzen. In den letzten Partien unterlag Admira jeweils gegen Mannschaften der Tabellenspitze äußerst knapp, so dass man mit einem starken Gegner rechnen musste.

Bei Glienick fehlten Benny, Bonny, David und Döner, sonst waren alle mit dabei. Mit dem Rückenwind eines 5:0 Erfolgs in der Vorwoche ließ Trainer Backe das Team nahezu unverändert auflaufen. Zu erwähnen ist, dass mit Daniel Herrmann letzte Woche eine langjährige Stütze wieder den Weg zurück in die Mannschaft fand und sich entschied die Töppen doch nochmal vom Nagel zu nehmen.

Der Gastgeber begann die Partie druckvoll und nahm das Heft direkt in die Hand. Admira war überwiegend auf Defensivarbeit eingestellt, wirkte allerdings etwas unsicher. Die Hoheit in den Zweikämpfen sowie im Passspiel hatten die Glienicker. Es ergaben sich bei der Spielweise auch gleich erste aussichtsreiche Situationen, in denen die SG gedanken- und spielschneller wirkte. Nur zehn Minuten dauerte es bis Daniel über die rechte Seite in den Strafraum kam und das 1:0 erzielte. Bereits vier Minuten später stand Cube nach einer Ecke richtig, nachdem der Torwart den Ball nicht festhalten konnte und Ice eiskalt aus kurzer Distanz die Führung ausbaute. Es ging dann Schlag auf Schlag, das Heimteam spielte und Admira zitterte. Immer wieder provozierten energische Glienicker Querschläger der Gäste und spielten selbst zügig in die Spitze. In der 20. Minute kam erneut ein Ball auf Lucas durch, der am Torwart vorbei zog und souverän das 3:0 erzielte. Unsere SG nahm im Anschluss den Fuß ein wenig vom Gas, kam aber trotzdem noch zu der einen oder anderen Chance. Max hielt aus der Distanz z.B. einfach mal drauf und zwang den gegnerischen Torwart zu einer Glanztat, als dieser den Ball sehenswert aus dem Winkel fischte. Nur sehr selten kamen die Gäste bis in den gegnerischen Strafraum. Die größte Tat vom weitestgehend beschäftigungslosen Backe war ein Lauf zur Mittellinie, um seinen Trinkbecher abzugeben. Der konkrete Inhalt des Gefäßes wurde leider (oder vielleicht auch zum Glück) bisher nicht überliefert. Zu diesem Zeitpunkt war eine gute halbe Stunde gespielt. Das Spielformular lügt uns an der Stelle an, da es dokumentiert, dass Günni auf 4:0 erhöhte. Nach einem Abschluss an der 16er Kante von Patty war es eigentlich Yannik, der den Abpraller des Torwarts sicher einschob und seinen Kapitän in der Torschützenliste fälschlicher Weise nach oben katapultierte. Günni hatte zuvor überlegt aufgebaut und mit seinem Anspiel auf Patty den Treffer eingeleitet. Zehn Minuten später tauchte Daniel nach einem langen Ball vor dem Keeper auf, drehte eine Pirouette und erzielte das 5:0. Fast mit dem Halbzeitpfiff legte Daniel den Ball nach einem Seitenwechsel mit letztem Einsatz noch auf Patty quer, der auf 6:0 erhöhte.

Mit diesem überraschendem Ergebnis ging es in die Kabine. Später sollte noch aufgelöst werden, dass die Gäste auf Grund vieler Verletzungen und Sperren extrem Ersatz geschwächt anreisten. Dies soll die Leistung der sehr gut spielenden Glienicker natürlich nicht schmälern.

In der Halbzeit gab es den ersten Wechsel beim Heimteam – Hannes ersetzte Basti. Admira versuchte in der zweiten Halbzeit besser mit zu spielen, kam aber fast nie in gute Positionen bzw. verlor oft sehr schnell wieder den Ball. In der 54. Minute nutzte Robin seine Gelegenheit zum 7:0. Nur drei Minuten später drosch Lucas den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte, nachdem Yannik sehenswert und etwas unfreiwillig durch ließ. Der Treffer wurde für einen weiteren Wechsel genutzt und Babba durfte für Max ran. Die Partie verflachte etwas und das Heimteam spielte seine Situationen nicht mehr mit allerletzter Konsequenz zu Ende. Viele Chancen blieben ungenutzt, zumindest nicht bis zu 70. Minute. Patty kam rechts im Strafraum nah vor dem Tor zum Abschluss, traf aber nur den Keeper. Den Abpraller köpfte er dann reaktionsschnell und intelligent über den Torwart ins Netz. Für Lucas kam direkt im Anschluss Danne ins Spiel. Am Sieger gab es beim Stand von 9:0 natürlich keinen Zweifel mehr und es war nur noch zu klären, ob es unsere Jungs schaffen die Null hinten zu halten und das Ergebnis zweistellig zu gestalten. In der 86. Minute wurde letzteres beantwortet, nachdem Patty nach einem Steilpass von Günni die Anzeigetafel überforderte. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Schlusspfiff.

In der nächsten Woche dürfen unsere Glienicker zum letzten Hinrundenspiel in Märkisch Buchholz ran. Bis dahin gilt es das Ergebnis gegen einen Gegner, der heute auf Grund der eigenen Probleme kein Gradmesser wurde, richtig einzuordnen und nächste Woche genauso überlegt zu spielen und am letzten Spieltag alles raus zu hauen. Für alle Freunde von Statistiken sei noch erwähnt, dass unsere Herren alle sechs Heimspiele in der laufenden Spielzeit für sich entscheiden konnten. Wir danken allen Zuschauern, die der Kälte und dem Nieselregen getrotzt und uns am Spielfeldrand unterstützt haben.

Krimi im Pokal

Im Pokalviertelfinale mussten unsere Jungs nach Waßmannsdorf und wollten gegen den Tabellenführer der zweiten Kreisklasse eine Runde weiter kommen. Personell fehlten Cube und Lucas, ansonsten waren auch die Langzeitabwesenden Benny und David wieder dabei.

Über den Gegner wusste man im Vorfeld nicht allzu viel. Ein robuste Spielweise wurde ihnen nachgesagt, aber da wollten wir entsprechend dagegen halten und spielerisch Lösungen finden. Etwas überraschend gab es auch Unterstützung vom Harten Kern, der in letzten Woche an gleicher Spielstätte unterlag und viele Wunden zu lecken hatte. Das Spiel startete pünktlich und Glienick nahm sich der Gestaltung im Wesentlichen an, der Underdog versuchte immer wieder Nadelstiche zu setzen. Gute Abschlüsse und Gelegenheiten gab es vorwiegend für die Gäste. Die richtig gefährlichen Chancen wurden vom gut aufgelegten Heimkeeper mit Glanzparaden gleich drei Mal entschärft – zwei Schüsse aus kurzer Distanz und ein Kopfball von Robin, wo wir jeweils den Ball im Tor vermuteten. Die Spielanlage der Gastgeber war geschickt und nicht rein auf die Defensive ausgelegt, man versuchte teilweise auch früh zu stören. Unsere SG konnte sich auf dem recht kleinen Spielfeld nur schwer befreien und tat sich schwer mit Spielverlagerungen, um den Gegner ins Laufen zu bekommen. Die Angriffe waren meist eindimensional und ausrechenbar. Die Partie wurde wie erwartet robust geführt und so gab es auf beiden Seiten einige Freistöße, die keine große Gefahr brachten – gleiches gilt für einige Schüsse außerhalb des 16er, wo besonders den Glienickern noch die Feinjustierung fehlte. Leider musste bereits in der 25. Minute Bonny verletzungsbedingt den Platz verlassen und wurde durch Gurke ersetzt. Erwähnenswert ist noch eine Rettungstat im 1 gegen 1 aus spitzem Winkel von Keeper Backe kurz vor der Halbzeit. Auf Grund eines Zusammenpralls zwischen Torwart und Spieler wurde im Anschluss noch kurz auf Elfmeter reklamiert, die Entscheidung auf Einwurf wurde vom Schiedsrichtergespann nicht revidiert. Mit 0:0 ging es in einem rassigen Spiel leistungsgerecht in die Halbzeit.

Nach der Pause blieb das Spiel weiterhin recht ausgeglichen, eine etwas verbesserte Spielanlage der Gäste brachte den Gegner nun in Bewegung und es zeigten sich erste Löcher. Leider wurde Trainer Backe in der 57. Minute erneut zu einem Wechsel gezwungen und ersetzte David durch Robin, der ebenfalls verletzt raus musste. Dies geschah zudem in einer Drangphase der Gastgeber, die in diesen Minuten viele zweite Bälle eroberten und eine Beruhigung auf der sechs nötig gewesen wäre. Gefährlich wurde es kurzzeitig, es konnte letztendlich immer ein Glienicker klären. In der 65. spielte Waßmannsdorf einen halbhohen Ball von außen in Richtung gegnerischen 5er. Am kurzen Pfosten gab es kurz ein Getümmel, bei dem die Situation scheinbar geklärt werden konnte. Dennoch ertönte ein Pfiff und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Für viele kaum erkennbar war wohl ein Glienicker in der Bedrängnis mit dem Ellbogen am Ball. Den fälligen Strafstoß verwandelte Patrick Pristaff nervenstark. Unser Jungs gaben sich natürlich nicht geschlagen und wurden offensiver. Der Gastgeber hatte sich zuvor bereits auf den Unparteiischen eingeschossen und monierten, auch von außen beeinflusst, viele Entscheidungen, was teilweise zu vielen Unterbrechungen und einige Freistöße für die SG führte. Der geringe Spielfluss gegen einen größtenteils nur noch tief verteidigenden Underdog machte es schwer. In der 74. Minute ersetzte Danne noch Gurke und außer einem nach langer Verletzungszeit zurück gekehrten Benny und Yannik, die hinten den Laden dicht hielten, warfen wir alles nach vor. Diverse Male hatte man an der Strafraumgrenze sehr gute Schussmöglichkeiten, traf die Kiste leider nicht. Kurz vor Schluss stand Döner nach sehenswerter Ballmitnahme allein vor dem Torwart, konnte den Ausgleich allerdings auch nicht herbeiführen. Wie zuletzt wirkte das Tor wie vernagelt – zum Glück hat Max das richtige Werkzeug dabei. In der Nachspielzeit brachen doch noch alle Dämme als Günni einen Freistoß aus halblinker Position in den Strafraum brachte und Max die Kugel mit dem Kopf erreichte und grandios über den Torwart hob. Der Ball landete am Pfosten und schlussendlich zum verdienten 1:1 im Tor.

Es ging in die Verlängerung mit einer extra Portion Rückenwind. Dies führte dazu, dass die SG die erste Halbzeit weitgehend dominierte und die Defensive der Waßmannsdorfer stetig unter Druck setzte. Die Führung wollte leider nicht gelingen – auch nicht als Babba von außen in den Strafraum eindrang und auf Danne zurück legte. Unter Gegnerdruck konnte er den Ball aus kurzer Distanz nicht im Netz unterbringen. Bei dem aus Glienicker Sicht elfmeterwürdigen Zusammenprall verletzten sich zudem beide Spieler. Unser nächster Geschundener biss nach der Verletzungsunterbrechung auf die Zähne und kämpfte doppelt angeschlagen weiter. Bis zur Halbzeit der Verlängerung gab es keine Veränderungen auf der Anzeigetafel. Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert und Glienick suchte die Entscheidung in der regulären Spielzeit, Waßmannsdorf half sich mit langen Bällen und hohen Abschlägen vom starken Keeper. In der 114. Minute gab es dann einen solchen, der in der Abwehr eigentlich geklärt werden konnte. Die um Aufbauspiel bemühte Hintermannschaft der SG ging die Ballkontrolle und Annahme ab, so dass Tino Altenburg an die Kugel kam, um mit dem gefühlt ersten Torschuss der Gastgeber in der Verlängerung das 2:1 zu markieren – die äußerst unglückliche Aktion des Verteidigers passte dann doch irgendwie zum Spiel und dem beliebten Spruch: „Erst hatten sie kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu“. Aufopferungsvolle Gäste kämpfen allerdings weiter und pushten sich nach vorn. Gefährliche Aktionen gab es zwar noch einige, hochkarätige Chancen oder ein Tor sprangen dabei nicht mehr heraus. Durch sehr viele Unterbrechungen gab es in den letzten Minuten gefühlt auch keinen Spielfluss mehr.

Eine ärgerliches Ausscheiden aus dem Pokal steht unter dem Strich zu Buche, obwohl man eigentlich nicht übermäßig viel falsch gemacht hat. Die aggressiven Gastgeber verdienten sich mit Cleverness und guter Defensive das Weiterkommen gegen eine Glienicker Truppe, die letztendlich nicht durchschlagskräftig und genau genug aufspielte.

Wir wünschen an der Stelle allen Angeschlagenen und Verletzten gute Besserung. Weiterhin gilt der Dank den mitgereisten Zuschauern, die uns tatkräftig unterstützt haben. In der kommenden Woche steht das Ligaspiel gegen Eichwalde an, zu dem hoffentlich wieder alle fit werden. Gratulation auch an Waßmannsdorf für den Einzug in Halbfinale.

Tiefschlaf in Großbeeren

Beim Gastspiel bei Grün-Weiß Großbeeren zu ungewohnter Zeit musste Trainer Backe neben Benny, David und Torwart Backe auch auf unsere Donner-Buddies Döner und Max verzichten. So richtig einschätzen konnte man den Gegner nicht, da sie recht gut in die Saison kamen, aber in der Tabelle in den unteren Regionen zu finden waren. Auf Grund des „6er-Mangels“ entschied man sich für eine offensive Grundausrichtung – positiv daran war, dass man nach den ersten sechs Minuten das System nicht komplett umstellen musste. Denn zu diesem Zeitpunkt zeigte die Anzeigetafel bereits ein 2:0 an, da unsere Jungs den Beginn komplett verschliefen. Nach nur drei Minuten vergaß man auf der linken Seite den Rückwärtsgang einzulegen und so kam Jeremy Kunde plötzlich vollkommen frei am Strafraum an den Ball und erzielte aus kurzer Distanz mit einem wuchtigen Abschluss aus halbrechter Position das 1:0. Kurze Zeit später zwang ein langer hoher Ball Christian, der für Backe das Tor hütete, zu einer Faustabwehr. An der Ecke des Strafraums schaltete Benjamin Schmidt am schnellsten und köpfte per Direktabnahme über alle Beteiligten hinweg zum 2:0 ein.

Unsere SG versuchte im Anschluss am Spiel teilzunehmen, brachte aber gegen sehr defensive und disziplinierte Gastgeber wenig zu Stande. Mit Ungenauigkeiten im Passspiel, bei Ballannahmen und einfach Ballverluste im Dribbling machte man sich das Leben schwer. Die Großbeerener wirkten agiler und frischer, kamen immer dann auch immer wieder an den Ball. Bei den gefrusteten Glienickern hatte auch der Schiedsrichter keinen leichten Stand, weil man den Eindruck hatte, dass viele Entscheidungen unberechtigt zu Gunsten der Heimmannschaft ausgelegt wurde. Die meisten Versuche waren bei uns unstrukturiert und wurde spätestens an der Strafraumgrenze unterbunden. Abschlüsse oder gefährliche Situationen im 16er gab es extrem selten. Nach einem klug gespielten Freistoß von Bonny schoss Babba den Ball aus spitzen Winkel einmal dem Torwart in die Arme und beim einzig sehenswerten Angriff der Glienicker konnte Gurke den Abschluss nach einem Pass in den Rückraum nicht im Tor unterbringen. In der 39. Minute verlor man dann beim Spielaufbau in der gegnerischen Hälfte den Ball und lud die Grün-Weißen zum Kontern ein. Ein flacher Diagonalpass des Großbeereners kam genau in die Lücke gegen die aufgerückte Abwehr, so dass Phillip Dahm kurz hinter der Mittellinie frei aufs Tor zulaufen konnte und souverän zum 3:0 vollstreckte. Die ärmste Wurst war wohl Christian, der gefühlt mehr Bälle aus dem Gehäuse in Richtung Anstoßpunkt geben musste, als er halten durfte bzw. konnte. Mit dem Spielstand ging es in Halbzeit und die Gäste schworen sich mit positiven Vorzeichen und zwei Wechseln darauf ein das Spiel noch zu drehen. Es war bereits gelungen an dieser Spielstätte ein 3:0 in ein 3:4 zu verwandeln und man versuchte mit Mio und Basti, die für Hannes und den verwarnten Gurke rein kamen, die Partie zu drehen.

Nicht nur der Wille war auf dem Platz deutlich zu erkennen, wurde die SG wach und sicherer in den Kombinationen. In den ersten Minuten war es in der Offensive bereits gefährlicher als in der gesamten ersten Halbzeit. Slapstick gab es als man auf der linken Seite durchkam und in die Mitte zu Lucas legte. Dieser schloss ins lange Eck ab, traf allerdings nur den Pfosten. Der Ball kam von dort zu Patty, der seinen Abschluss ebenfalls aus kurzer Distanz nicht ins Tor bekam, so dass erneut Lucas an die Kugel kam, um sie aus spitzem Winkel aus vielleicht einem Meter nur ans Außennetz zu schießen. Die vergebene 100%ige 3in1-Chance tat den Offensivbemühungen der Gäste keinen Abbruch und so kam man immer wieder gefährlich in den Strafraum, konnte das Spielgerät nur nicht im Gehäuse unterbringen. Mit hohem Einsatz konnte meist ein Grün-Weißer im letzten Moment klären oder der Abschluss dauerte zu lange oder die Annahme war nicht gut genug oder oder oder… Egal was man versuchte, es gelang einfach nichts – sämtliche Abschlüsse im und außerhalb des 16ers landeten im Fangnetz. Die Härte in der Partie führte des Weiteren noch zu einigen Blessuren, die auf Glienicker Seite noch niemanden zur Aufgabe zwangen.

In der 69. Minute trug Großbeeren einen sehenswerten und schnellen Konter über die Außenposition vor, der nach einem Pass in die Mitte zum 4:0 durch Patrick Diederich genutzt wurde. Sieben Minuten später kam noch Danne für Robin in die Partie, das Bild auf dem Platz änderte sich allerdings nicht. Glienick versuchte weiter anzurennen, wenn auch mit weniger Enthusiasmus, brachte aber nichts zu Stande. Das Heimteam verteidigte und beschränkte sich mit möglichst geringem Aufwand aufs Kontern. Einen letzten Wermutstropfen für die Gäste gab es kurz vor Abpfiff als Lucas im gegnerischen Strafraum einen Schlag auf die Wade bekam, die Partie verletzungsbedingt beenden musste und bis zum Ende zu zehnt gespielt werden musste. Das Ergebnis änderte sich nicht mehr und so blieb es dann beim letztendlich verdienten Sieg gegen unsere in der ersten Halbzeit schlafmützigen Jungs.

Jetzt gilt es das Spiel schnellstmöglich abzuhaken und nicht überzubewerten. Vermutlich hätte die Partie noch Stunden dauern können und unsere SG hätte keinen Treffer zu Stande gebracht – ein gebrauchter Nachmittag.

Kommenden Sonntag werden dann hoffentlich im Pokal gegen Waßmannsdorf, den aggressiven Tabellenführer der zweiten Kreisklasse, die Segel in Richtung Halbfinale gesetzt. Unterschätzen wird man den Aufstiegsfavoriten auswärts mit Sicherheit nicht und deshalb hoffen wir, dass ihr uns als Zuschauer bei jedem Wetter wieder so tatkräftig unterstützt wie bisher.

Sieg gegen den Tabellennachbarn

Am neunten Spieltag in der Kreisklasse kam es in Glienick zum Verfolgerduell gegen die Spielgemeinschaft aus Großziethen. Dass die Gäste eine starke Offensive haben, ist nicht nur bekannt, sondern spiegelte dies auch die Tabelle mit 32 Treffern aus 8 Partien wieder.

In Glienick wollte man gern ein positives Ergebnis auf die Anzeigetafel, die mit neuem Sponsor versehen wurde, zaubern. Die Firma Reppe präsentiert nun die Ergebnisse unserer Jungs und da wollte man natürlich auch gleich mal ein paar Ziffern auf der Heimseite sehen. Weiterhin galt es die Niederlage im Derby aus der letzten Woche ein Stück weit wieder gut zu machen.

Personell fehlten weiterhin Benny und David verletzungsbedingt sowie auch Danne. Mit Max und Babba reisten noch zwei auf der Kippe stehenden Überraschungsgäste pünktlich an.

Fürs Heimteam begann die Partie nach Maß als Bonny eine Ball knapp hinter der Mittellinie klärte und Robin einfach mal auf Verdacht durchlief. Der heraus eilende Torwart wurde unsicher, zögerte und ließ sich die Kugel vom Glienicker 6er stibitzen, der bereits nach vier Minuten das 1:0 erzielte. Mit der Führung im Rücken agierte der Gastgeber souverän und spielte überlegt. Die technisch versierten Gäste fanden keine Lücken und Goalgetter Assmann wurde von Max weitestgehend neutralisiert. Nach kurzer Zeit schoss man sich auch immer mehr auf den Schiedsrichter ein und monierte nahezu jede Entscheidung des Unparteiischen, so dass die Konzentration auch nicht mehr gegeben schien. Patty nutzte das in der 22. Minute und markierte mit sattem Abschluss ins Eck das 2:0. Zu großen Chancen kam eher das Heimteam, das die Gelegenheiten leider nicht verwerten konnte. Bei diesem Spielstand gab es eine strittige Situation als Assmann einen langen Ball an Max vorbei mitnahm und die Rettungsaktion am Glienicker 5er durch Cube und Max heftige Reklamationen nach sich zogen. Der Schiedsrichter ließ zum Glück für die Heimmannschaft die Partie weiterlaufen. Ob ein regelwidriges Einschreiten der Verteidiger vorlag, war ohne Videoassistent im Gewühl leider nicht aufzulösen. In der 40. Minute erhöhte Yannik sogar noch auf 3:0. Der lange Ball an den zweiten Pfosten wurde überlegt in die Mitte geköpft, wo der Lange seinen Größenvorteil auszunutzen wusste und aus kurzer Distanz ein nickte.

Die Freude währte nicht lange. Nur zwei Minuten später wurde die Glienicker Abwehr von einem sehr gut vorgetragenen Konter überrascht. Der enteilte Außenspieler legte in die Mitte, wo Andreas Assmann in der 42. Minute zum Anschlusstreffer vollstreckte.

Nach der Halbzeit war bei diesem Ergebnis nur ein Sturmlauf der Gäste zu erwarten. Unsere SG handelte aber klug und geriet so nicht wirklich in Gefahr. Mit der Zeit wurde Großziethen offensiver und erhöhte das Risiko, was sich eher als Vorteil für den Gastgeber zu entwickeln schien. Viele freie Räume und individuelle Fehler ermöglichten gleich mehrere 100%ige, die sehr unglücklich und teilweise fahrlässig vergeben wurden. Gleich mehrfach lief man allein auf den gegnerischen Torwart zu ohne die endgültige Entscheidung herbei zu führen. Außennetztreffer, mehrmals knapp am Tor vorbei und auch einige gehaltene Bälle waren zu bewundern – die Möglichkeiten waren recht zahlreich, so dass wir die Abfolge im Nachgang leider nicht mehr richtig sortiert bekamen. Großziethen versuchte auf den Anschluss zu drängen, die Defensive der Glienicker bliebt aber souverän. Einige kritische Situationen, die dann teilweise zurück gepfiffen wurden, musste man allerdings doch überstehen. Selbst bei solchen vermeidlichen Chancen wäre aber Keeper Backe auf der Hut gewesen und entschärfte die Lage.

In der 74. Minute sorgte Döner nach Ablage von Robin nach einem Freistoß aus kurzer Distanz für das entscheidende 4:1. Im Anschluss wechselte Trainer Backe noch munter durch und brachte erst Gurke für den starken aber am Ende doch etwas glücklosen Patty und sechs Minuten vor Schluss Hannes für Döner. Zwei Minuten vor Schluss wurde dann auch der effizienteste Spieler der Partie eingewechselt. Es kam Mio für Basti, der mit seinem einzigen Ballkontakt das Eigentor zum 5:1 in der letzten Minute provozierte.

Hätte uns vorher jemand gesagt, dass am Ende ein solches Ergebnis gegen den direkten Kontrahenten auf der Anzeigetafel zu sehen sein wird, hätten das vermutlich die wenigsten ernst genommen. Mit der souverän geführten Partie kann man auch jeden Fall zufrieden sein. Wir hoffen, dass dies auch von unserem neuen „Anzeigensponsor“ so gesehen wird und die unsere Zuschauer ebenfalls beim doch etwas kühlen Wetter Spaß hatten.

Wir bedanken uns bei euch allen und hoffen nächsten Sonntag in Großbeeren auf eure Unterstützung.